Suche

(c) Aron M./istockphoto.com
8. Oktober 2025

Steirische Wohnkosten im Fokus

Die Wohnkosten explodieren, die neue blau-schwarze Landesregierung streicht wichtige Förderungen. In der Steiermark wächst die Sorge um leistbaren Wohnraum. Phänomene wie Airbnb verschärfen die angespannte Lage in Städten wie Graz zusätzlich.

Schon längst ist es kein Geheimnis mehr, dass die steigenden Wohnkosten zunehmend zu einer Belastung für die Bevölkerung werden. In den vergangenen Jahren haben die Ausgaben für Mietwohnungen stark zugenommen und treiben zusätzlich die Inflation an. Während in der letzten Regierungsperiode ein steirisches Wohnpaket beschlossen wurde – mit Stärkung des genossenschaftlichen Wohnbaus,

Abfederung von Mieterhöhungen im geförderten Bereich sowie Unterstützung beim Eigenheim, wurden zu Beginn der neuen Regierungsperiode der nunmehr blau-schwarzen Landesregierung mehrere Förderungen gestrichen. Betroffen sind unter anderem der Jungfamilienbonus, die Eigenheimförderung, Zuschüsse für den Heizungstausch sowie für kleinere energetische Sanierungen.

Dabei wird kritisiert, dass damit zahlreiche Haushalte auf hohen Kosten sitzen geblieben seien und bis heute keine neuen Vorschläge für Ersatzmaßnahmen präsentiert wurden. Ohne weiteres hätte man Budgetmittel umschichten können, um die beliebten und volkswirtschaftlich nützlichen Förderungen beizubehalten. Seitens der Mietervereinigung Steiermark wird die Fortführung der sogenannten Häuslbauerförderung, sowie des Wohnbaupakets mit Schwerpunkt auf kommunalem und genossenschaftlichem Wohnbau gefordert. Diese Maßnahmen sollen nicht nur den Zugang zu leistbarem Wohnraum sichern, sondern auch konjunkturelle Impulse setzen.

Besonders angespannt ist die Situation in Graz, wo Mieten und Kaufpreise hoch sind und der Anteil an gemeinnützigem Wohnbau im Vergleich zu anderen Städten niedrig ausfällt. Auch Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb werden zunehmend kritisch gesehen. Viele europäische Städte würden bereits unter den Folgen leiden: In Zürich etwa sind mehr als zwei Prozent aller Wohnungen auf Kurzzeitplattformen gelistet, in besonders gefragten Bezirken sogar über sechs Prozent.

Die Folgen sind steigende Mieten, knapper Wohnraum und ein veränderter Charakter ganzer Stadtviertel. Daher werden strengere Regeln gefordert, um den Wohnungsmarkt zu entlasten und die Versorgung mit leistbarem Wohnraum sicherzustellen.

Bild: Aron M./istockphoto.com

Sie suchen Rat und Hilfe in Wohnrechtsfragen?

Wir sind DIE ExpertInnen im Miet- und Wohnrecht. Unseren Mitgliedern helfen wir rasch und unkompliziert – am Telefon, per E-Mail oder bei einem persönlichen Beratungstermin.

Mitglied werden