Die kostenlose Wohnrechtsberatung im Innovationsraum KISS verzeichnet einen deutlichen Zuwachs: 2025 suchten 75 Personen Rat bei der Mietervereinigung – die Hälfte mehr als im Vorjahr.
Im zweiten Jahr der regelmäßigen Beratungen im KISS nutzten 75 Ratsuchende das kostenlose Angebot – ein Anstieg um fast 50 Prozent gegenüber 2024. Insgesamt wurden 203 Fragestellungen bearbeitet, wie Peter Steger, Rechtsberater der Mietervereinigung Kufstein und Kitzbühel, erklärt. Der Großteil der Besucher:innen (82 Prozent) kommt aus der Stadt Kufstein, elf Prozent aus umliegenden Gemeinden und sieben Prozent aus Nachbarbezirken.
Wohnrechtsberatung in Kufstein: Die häufigsten Frage
Mit 29 Prozent führen Überprüfungen von Betriebskosten- und Heizungsabrechnungen die Statistik an. Dicht gefolgt von Fragen zu Mietverträgen und Mietzinshöhe (26 Prozent). Erhaltungsmaßnahmen beschäftigen 19 Prozent der Ratsuchenden, während Themen rund um Eigentümer:innenwechsel, Wohnungseigentum und Hausverwaltungen 17 Prozent ausmachen. Neun Prozent wollten sich über Kündigungen informieren. Die übrigen Anfragen betreffen Mietzinsbeihilfe sowie Kautions- und Eigenmittelrückzahlungen.
Leerstände bleiben Problem
Ein aktuelles Thema sind Wohnungsleerstände: In drei privaten Wohnanlagen – ehemals Buwog-Objekte – stehen von 76 Wohnungen derzeit 39 leer, teilweise bereits seit mehreren Jahren. Die genauen Gründe sind unbekannt, vermutlich steht ein Verkauf an oder ist bereits teilweise erfolgt. Die Mietervereinigung kann in solchen Fällen lediglich die korrekte Abrechnung der Betriebskosten prüfen, die anteilig auch leerstehende Wohnungen belasten und von Eigentümer:innen zu tragen sind. Bei möglichen Kündigungen durch neue Eigentümer:innen bietet die Beratungsstelle weiterhin Unterstützung an.