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Wohnkosten steigen deutlich stärker als Einkommen (c) Fotolia
28. Februar 2018

Wohnkosten steigen deutlich stärker als Einkommen

Wohnen wird für die Österreicher immer teurer. Mehr als 35 Prozent ihres Einkommens müssen Haushalte durchschnittlich bereits fürs Wohnen ausgeben. Gleichzeitig gibt es in Österreich einen im internationalen Vergleich sehr hohen Mietanteil. Es ist höchste Zeit, die stetig steigenden Wohn- und Mietkosten wirksam zu begrenzen. Ein Maßnahmenkatalog der Mietervereinigung liegt auf dem Tisch.

Wohnkosten steigen

Während 2014 für Miete oder Eigentum durchschnittlich 31 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens aufgebracht werden musste, waren es 2017 bereits 35 Prozent – darin sind Neben- und Betriebskosten noch gar nicht enthalten, wie die Tageszeitung "Der Standard" (online) berichtet.

Österreich ist Land der Mieter

Gleichzeitig ist in Österreich der Anteil der Wohnungsmieter im internationalen Vergleich sehr hoch. Mit einem Mietanteil von 44,3 Prozent liegen wir in Europa an dritter Stelle hinter der Schweiz (56,6%) und Deutschland (48,1%), wie die Tageszeitung "Kurier" (online) berichtet.

Preisexplosion bei privaten Mieten

Preistreiber sind neben den Grundstückskosten vor allem die privaten Mieten, die im Zeitraum zwischen 2008 und 2016 bei Neuvermietungen österreichweit um 35 Prozent gestiegen sind, in Wien gar um 43 Prozent. Damit liegt der Anstieg der privaten Mieten deutlich über der Lohnentwicklung (+22%) und der allgemeinen Teuerung (+14%) für diesen Zeitraum. Der Trend setzt sich ungebrochen fort: Auch im Jahr 2017 sind die Mieten doppelt (+4,2 %) so stark gestiegen wie die Jahresinflation (+2,1%).

Wohnen leistbarer machen

„Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie dringend politisch gehandelt werden muss, um Wohnen wieder leistbarer zu machen“, sagt Elke Hanel-Torsch, Landesvorsitzende der Mietervereinigung Wien.

Als größte Mieterschutzorganisation hat die Mietervereinigung Österreichs einen Katalog an Maßnahmen erarbeitet, der eine deutliche Entlastung für Mieter bringen würde – zentrale Punkte darin: Ein einheitliches und faires Mietrecht für alle mit klaren Mietzinsobergrenzen, eine Einschränkung der Befristungsmöglichkeiten, sowie eine Senkung der Betriebs- und Kautionskosten.

Bild: Fotolia

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